An der Westküste ging es hoch in den weiten Norden. Da John noch bis abends arbeiten musste, fuhren wir alleine los und abends, zum schlafen haben wir uns dann irgendwo, mitten im Nirgendwo getroffen. Tagsüber passierten wir ein altes Fort aus den Beginn der Kolonialzeit, und machten einen Stop bei einem Kinderfestival, wo Julia und Lina eine Flöte basteln durften, während Mama und Papa eifrig Schmuck bastelnden. Die Fahrt ging bis spät in die Nacht, die Insel ist zwar nicht so groß, doch die Straßen eher für einen Motorradausflug geeignet !! Weiter ging es am nächsten Morgen...nun mit zwei Autos, den Lilo und John hatten die Strecke noch spät abends aufgeholt, weiter rauf, die restlichen 200km in den Norden. Wir passierten den Sleeping Giant, machten Rast, und entdeckten eins der ersten Kanus der Insel, während John uns einen duften blumenkranz für unser Auto bastelte....weiter ging's vorbei an Hühnchen und Sphinx zur flussüberquerung mit der allerletzten Autofähre dieser Insel...ein Highlight für Julia, den nachdem wir den Fluss passierten und somit alle Polizei abgehängt hatten, durfte sie die weitere dufte Fahrt selbst lenken. Spät abends sind wir dann bei Johns Freund angekommen, und waren auf ein leckeres Abendessen eingeladen...Frisches Fischi *schmatz*
Die Gegend entpuppte sich unter Tags als wunderschöner Platz wo sich Lulu der Freund von John ein Haus aus kanadischen Holz mit seiner Familie erbaut hatte (ein Traum), schlafen durften wir in einem der Kinderzimmer und Julia erfreute sich über die tolle Hallo Kiddy Ausstattung :-)
Da der Fisch so lecker war wollte ich sehr gerne selbst Fischen lernen, doch nachdem das Wetter ziemlich windig, das Meer ziemlich wellig war, standen die Chancen auf Frischfisch schlecht und so lernte Yvonne das schießen um auf die Jagt zu gehen, sodass die Familie nicht Hungern muss :-)
Julia und Papa fuhren in der Zwischenzeit mit dem Quad die Gegend erkunden und hofften auf keinen fehlschuss. Die Jagt blieb erfolglos und so musste Papa doch mit Harpune und Co in das kalte Wasser springen...juchuuuu einen risenfisch hab ich gefunden, doch das war der giftigste und gefährlichste welchen das Meer zu bieten hatte !!
Verhungern mussten wir nicht, so gab es ein zweites mal Abendessen bei Lulu vom Lagerfeuer bei feinstem Gitarrensound by John und herrlichen Sternenhimmel.
Nachdem John und Lilo nach einem Kupplungsschaden das Auto eingegangen war, ging die Rückfahrt alleine weiter....John und Lilo hüpften in den Bus und wir verbrachten noch einen feinen Tag am Strand mit Sandburgbauen, Muscheln suchen und Picknick.
Ne Stunde bevor wir bei Monet eintreffen, sollten wir uns melden da wir den schlüssle vergessen hatten damit jemand zu Hause ist der uns reinlässt. Haben wir gemacht, angetroffen haben wir niemanden...und
Als wir dann zu Hause bei Monet eintrafen war die Freude wie weggeblasen...das badezimmerfenster stand offen und ein großer Ziegel davor...sah aus als hätte wer eingebrochen. Ich kletterte ebenfalls auf selben weg in das Haus, sperrte von innen auf und yvonne kontrollierte unsere Taschen....alles wie bei der Abfahrt, nichts durchwühlt, nur ein Koffer Stand umgedreht und darin war unser ganzes Bargeld plus, Yvonnes Geldbörsel mit Führerschein, bankomatkarte etc und Linas Geburtstagsgeschenk ...ein Goldketterl ...doch das war leider alles weg !!! Da muss wer wirklich lange zeit zum schauen gehabt haben bzw. Genau gewusst haben wo was liegt...naja wir könnten auch sagen, danke fürs zusammenlegen vom Gewand sollte es vorher durchwühlt worden sein...egal..die Polizei wird's schon herausfinden dachten wir !! Sofort Lilo angerufen, welche gleich mit John plus ganzer Familie eingetroffen war...5 min. Später kam die Polizei...herausgekommen ist nix außer das in letzter zeit viele Jugendliche ihr Geld mit Einbrüchen verdienen,
Am nächsten morgen sollten wir zur Protokollaufnahme auf die Polizeistation. Früh morgens bin ich aufgewacht, den schlafen konnte ich sowieso nicht und so setzte ich mich zum computertisch ins Nebenzimmer. Auf den Boden entdeckte ich plötzlich eine Briefmarke aus Yvonnes Geldbörse und am Tisch einige Zetteln mit ihrer Handschrift. Als ich in die Erste Lade am Computertisch schaute, entdeckte ich Yvonnes Geldbörsel. Sprachlos packten wir unsere Sachen zusammen, telefonierten mit Lilo und trafen uns alle vor der Polizeistation. Als ich Lilo über die letzten Neuigkeiten informierte war dann Ende...niemand glaubte uns und die Polizei meinte das Europäer sich auf diesen weg gerne Geld von der Versicherung holen.
Schade das wir keine Versicherung für Bargeld haben, und ehrlich gesagt wäre dann unser Geldbörsel auf der Straße gestohlen worden anstatt das wir unsere Gastgeberfamilie beschuldigen...was wir bis dahin nicht gemacht hatten !!
Interessant wäre halt wirklich, wie Yvonnes Geldbörsel in die Lade beim Computertisch gelangt ist.
Von Lilo haben wir nachher nichts mehr gehört und so mussten wir uns die letzten zwei Tage alleine auf der Insel der Französisch sprechenden Südseeinsulaner durchkämpfen.
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