03.06.2011

Canada

Let´s go to Canada…
Nur ca. 300 km von Seattle entfernt liegt Vancouver – und dazwischen ein Grenzübergang mit übergenauen Field-Operators. Nicht das wir ohnehin schon spät drann waren nachdem wir uns bis 13:00 das Flight Museum anschauten und uns um 12:00 mit Chris bereits in Vancouver treffen wollten – nein, schlimmer – die Vancouver „Canucks“ spielten heute im Stanley Cup Final gegen die Boston „Bruins“ und Beginn war 17:00….so ging es im Eiltempo die US5 Richtung Norden in der Hoffnung das die Canadischen Grenzbeamten erbarmen mit uns hatten …. Das es die Amis auf uns abgesehen hatten, damit hätte ich nicht gerrechnet….so wurden wir kurz vor der Canadischen Grenze in den „Wing“ empfangen….Die Primäre Befragung war recht erheiternd nachdem er uns über Drogen verhörte von welchen wir noch niemals zuvor gehört hatten…und er ging alle durch – den unser Van war groß !!! Zusatzfragen warum ich keine Nummerntafeln an der Front hatte, warum ich eine Arizona ID hatte und wie Martin mit seinen langen Haaren Feuerwehrbeamter sein konnte, machten den Herren etwas skeptisch, Punktgenau traf ich ihn als ich sagte ich hätte die Amerikanische Berufspilotenlizenz und möchte gerne nach Alaska weil ich dort gerne fliegen möchte. (vielleicht wusste er nicht – das es in Alaska kein World Trade Center gibt – und die Gefahr in ein weiteres zu steuern – selbst wenn ich nach 2 Flaschen Whiskey die Maschine starten würde – äußerst gering war !!) Jedenfalls passte Pilot mit Feuerwehrmann für ihn gar nicht zusammen und schon durften wir den Inhalt unseres ganzes Autos am Parkplatz präsentieren – wohl bemerkt – nicht wir – den wir saßen wie Schwerverbrecher in einer Alubox und konnten durch ein kleines Fenster dem Geschehen folgen und durften uns nicht bewegen – die Herren der Field Operation durchwühlten unsere Sachen und in jeder Tasche die Nase des schlabrigen Drogenhundes. Nachdem sie eine Stunde später noch nichts gefunden hatten – durfte in der Kürze über die ganze Länge meine Lebensstory erzählen – Beginn 2009 und der Begründung warum ich ein Russisches Visum in meinem Pass hatte – anschließend wurde Martin dazu befragt….keine Waffen, keine Drogen, keine Mexikaner im Auto….nach unendlicher Unfreundlichkeit schenkte der coole Typ uns doch noch ein wenig vertrauen, und als er Martins gesammelte „Firefighter Patch-Collection“ im Rucksack fand hatte er den Glauben an das gute zurückgewonnen und nahm es uns nun doch noch ab das wir Feuerwehrmänner und keine Schwerverbrecher sind. Voller Euphorie rannte er unbefragt zu seinem Auto, kam mit 2 Anstecknadeln seiner K-9 Einheit zurück und entschuldigte sich das er keine Patches für uns hatte….naja, noch mal verziehen….weitere 30min. vergingen auf der Suche nach dem Autoschlüssel bis die Herren draufkamen das sie ihn auf das Armaturenbrett gelegt hatten und dieser dann in den Lüftungschlitz Richtung Motor gerrutscht war. Mit Biegen und Brechen war anschließend aus einem Stück Bindedraht ein Haken gezaubert und der Schlüssel zurückgefischt…..Wir konnten nun Richtung Canada losrodeln, ein kurzer Schock noch bei der Canadischen Botschaft – NEIN – nicht noch mal – doch er winkte uns vorbei !! GASTFREUNDSCHAFT…

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